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Entdecke die Geschichte

Entdecke den Ursprung der „aquae patavinae“ und die Geschichte der Landschaft des euganeischen Thermalgebietes...

 

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Die Vorgeschichte

Steinzeit (Paläolithikum, Mesolithikum, Neolithikum)

Verschiedene Gebiete der westlichen Seite der Euganeischen Hügel haben Gegenstände aus Stein zurückgegeben, die sich auf das Mousterién Mittelpaläolithikum beziehen, und also Werkzeuge der Gewandtheit der Neanderthaler; einige dieser Funde bezeugen, dass die bis heute ältesten bekannten menschlichen Besiedlungen auf eine Zeitspanne zwischen 130.000 und 110.000 Jahren zurückgehen.. Die Jäger und Sammler des Jungpaläolithikum, als der anthropologische modernere Mensch vor weniger als 40.000 Jahren dem Neandertaler folgte, sowie auch die Menschen des Mesolithikums, vor 10.000 Jahren am Ende der Eisenzeit, lebten vorwiegend im westlichen Teil des Euganeischen Gebietes. Ihre Gegenwart, die sich mit dem Verlauf eines alten Flussarms des Brenta – Bacchiglione verbunden war, gliederte sich in ein Gebietssystem ein, das die westlichen Euganeischen Hügel, die östlichen Monti Berici und die enge dazwischen liegende Ebene umfasste.

Panorama des Gebietes von Galzignano Terme, Rekonstruktionszeichnung und Funde der Steinzeit

Im Laufe des 6. Jahrtausends v. Chr. mit der zunehmenden Verbreitung in Norditalien einer auf Ackerbau und Viehzucht und nicht mehr auf Jagd und Sammlung von spontanen Pflanzenarten gestützten Wirtschaft, wurde auch die Bevölkerung der Euganeischen Hügel dichter und mehr aufgegliedert. Wenn das Altneolithikum, wie auch die vorhergehenden Stufen nur in der Ebene auf dem westlichen Hang der Hügel bewiesen ist, erscheinen während der mittleren und jüngeren Stufen (5. Jahrtausend – zweite Hälfte des 4. Jahrtausends v. Chr.) die ersten bedeutenden Ansiedlungen auch im Thermalgebiet, besonders im Gebiet von Galzignano.


Kupfersteinzeit

Punta di freccia in selce dall'area archeologica di via Neroniana

Die Kupfersteinzeit, oder Äneolithikum, (3.300 – 2.300 v. Chr.) ist durch die Erscheinung der ersten Metallwerkzeuge charakterisiert. Im Euganeischen Raum sind nur flüchtige Spuren dieser Zeit übergeblieben: Für den Ostteil sind nur wenige Werkzeuge und nur einige Waffen aus Feuerstein, Ergebnis zufälliger Funde.


Bronzezeit

Die Bronzezeit (2.300 – 1.000 v. Chr.) kann insgesamt als der Zeitabschnitt eingeordnet werden, in dem sich gleichzeitig zu einer beträchtlichen Bevölkerungszunahme, ein Vorgang entwickelte, der von einer immer dichteren Bewohnung des Gebietes ausgehend zu den ersten Urbanisierungsprozessen führte.

Laghetto della Costa di Arquà Petrarca

Was die erste Stufe dieses Zeitalters, der Frühen Bronzezeit (2.300 – 1.700 v. Chr.) betrifft, findet sich in diesem Gebiet eine der wichtigsten Siedlungen in Norditalien: der Pfahlbau vom Laghetto della Costa von Arquà Petrarca. Die Frühe Bronzezeit ist noch durch das Vorhandensein von wenigen Dörfern charakterisiert, meistens an den Ufern von kleinen Seen und allgemein „Pfahlbauten“ genannt. Der Name stammt von der benutzten Bautechnik, mit großem Gebrauch von Holz (eingerammte Pfähle zusammen mit schweren versenkten Steinen): Auf diese Weise wurde das Dorf von den Seen oder von den sumpfigen Böden, wie im Falle von Arquà Petrarca erhöht. Während der Mittleren Bronzezeit (1.700 – 1.200 v. Chr.) beginnt eine regelrechte Bevölkerungsexplosion, die von der gleichzeitigen Entstehung verschiedener dicht nebeneinander befindender Siedlungen (link a foto stele di Monterosso e/o se reperiti cocci di Galzignano) bezeugt ist. Im Euganeischen Areal wurden die Dörfer meistens auf den Übergangspunkt zwischen den Hügeln und der darunter liegenden Ebene gebaut, vorzugsweise waren kleine isolierte Hügel wie Monte Castello oder Monterosso gewählt. In einer Weide- und Ackerbauwirtschaft ermöglichte diese Wahl, den Hügel und seine Abhänge vor allem für landwirtschaftliche Zwecke intensiv zu benutzen, während die umliegende feuchte Ebene für Weidenzucht und Heuherstellung sehr geeignet war.

Panorama des Monte Rosso und Funde der Bronzezeit aus der Euganeischen Thermalzone

Während der Späten Bronzezeit (1.200 – 1.00 v. Chr.) folgt nach der Erfahrung der weitläufigen Dörfer die Entstehung der ersten großen Siedlungen, die gewöhnlich den Lauf der Flüsse entlang lagen. Ihre Wirtschaft beginnt jetzt sich erheblich nicht nur ausschließlich auf Landwirtschaft und Zucht, sondern auch auf Handel und Handwerkherstellung zu stützen. Von diesen Neuheiten blieben die Einwohner der Euganeischen Hügel nicht ausgeschlossen, obwohl ein starker Bevölkerungsrückgang im Thermalgebiet zu finden ist, wie von der Zahl und dem Ausmaß der Auffindungen angezeigt, entstehen aber Este und Montagnana, die Etsch entlang und an den südlichen Abhängen der Euganeischen Hügel, als erste Experimente in dieser Gegend eines siegreichen Vorbildes des 1. Jahrtausends v. Chr.: Die Stadt.