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Entdecke die Geschichte

Entdecke den Ursprung der „aquae patavinae“ und die Geschichte der Landschaft des euganeischen Thermalgebietes...

 

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Die Religion zur Römerzeit

Die Zeugnisse bezüglich der Religiosität im Euganeischen Thermalgebiet sind zahlreich und vielfältig, wie die Verschiedenheiten der Mythen, Sagen und Überlieferungen beweisen, die sich auf eine Zeitspanne von der frühgeschichtlichen Zeit bis zum Frühmittelalter beziehen, mit bedeutungsvollen „Wiederentdeckungen“ noch in mittelalterlicher und moderner Zeit.

 

Die schriftliche Dokumentation

Von dieser Religiosität besitzen wir Daten, die von der schriftlichen (literarischen und epigraphischen) und archäologischen Dokumentation erschließbar sind. Die archäologische Dokumentation besteht überwiegend aus gelegentlichen handgearbeiteten Erzeugnissen, die auch interessante Elemente anbieten, (um) die Komplexität dieses alten symbolischen „Systems“ zu verstehen. Außerdem kann man wertvolle Angaben von den in diesen Orten verwurzelten Traditionen bekommen.
Von einem kultischen Gesichtspunkt gesehen, sind in diesen Orten Gottheiten mit klaren Heiligungseigenschaften bezeugt: es ragen Geryon hervor, der im ganzen Gebiet wegen seiner orakelhaften Fähigkeiten bekannt ist, Aponus, ein Gott, dessen Namen auf eine heilige Quelle verweisen kann, und Apoll, der mit der Romanisierung Aponus ersetzt oder neben ihm gestellt wird.
Außerdem sind Votivgegenstände belegbar, wie auch die Inschriften, die sich auf Jupiter, Merkur, Isis, Vulcanus und vielleicht auf Fortuna beziehen. Wie auch in anderen italischen Thermalgebieten bezeugen diese Gottheiten die Vielfältigkeit und die Komplexität der Verehrungsformen in diesem Thermalkontext.
Schließlich, von einem mythologischen Gesichtspunkt gesehen, erinnern die literarischen Quellen an die Durchreise des Herakles in diesen Gebieten bei seiner Rückkehr von dem fernen Okzident und nach einigen Studien wäre er noch hier an einem Ort mit einem starken und anhaltenden Geruch, wo Phaethon in seinem Lauf mit dem Sonnenwagen abstürzte.

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Die archäologische Dokumentation

Wenn man die Aufmerksamkeit von den verehrten Subjekten zu den Votivobjekten wendet, findet man, dass heutzutage kein wahres heiliges Gebäude in Montegrotto vorhanden ist; dagegen gibt es Zeichen eines vorrömischen Heiligtums, der zwischen Monte Castello und Colle S. Pietro Montagnon ans Licht gebracht wurde.
Für die römische Zeit, außer sporadischen Votivgegenständen, die gelegentlich auch nahe der Stadt entdeckt wurden und die an Kultformen erinnern, die in der Nähe von auch bescheidenen Quellen gefeiert wurden, soll man aber bedenken, dass ein Lagerplatz von Trinkgefässen in der Nähe des Montirone gefunden wurde. Dieses Lager bezog sich auf einen Handelsplatz (emporium) wahrscheinlich von einer Kultstätte nicht weit entfernt. Die in Monteortone ans Licht gebrachte Struktur scheint ein Heiligtum zu sein.
Schließlich ist es zur Zeit nicht möglich zu beweisen, ob die siebzehn als Orakelsprüche von Gottheiten gedeuteten Bronzestatuetten (sortes) Montegrotto zuzuschreiben sind, die zur Renaissancezeit von Aldo Manunzio veröffentlicht wurden, aber jetzt zum größten Teil zerstreut sind.

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