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Entdecke die Geschichte

Entdecke den Ursprung der „aquae patavinae“ und die Geschichte der Landschaft des euganeischen Thermalgebietes...

 

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Das Projekt Aquae Patavinae

Das Valorisierungprojekt

Das Valorisierungsprojekt des Euganeischen Thermalgebietes kommt von einer Reihe von glücklichen Umständen, in erster Linie aus der Synergie, die zwischen der Soprintendenza per i Beni Archeologi del Veneto, der Universität Padua und der Gemeinde Montegrotto Terme entstanden ist. Diese Zusammenarbeit hat ermöglicht, die Forschung auf ein weites Gebiet (Gemeinden von Montegrotto Terme, Abano Terme, Battaglia Terme, Galzignano Terme, Torreglia, Arquà Petrarca) vorwärtszubringen und zugleich die Ausarbeitung eines organischen Vorschlages die archäologischen Zonen nahe dem Hotel Terme Neroniane (Wohngebäude und Wannen) und dem Komplex von Via degli Scavi den Besuchern zugänglich zu machen. Die Verwirklichung dieses Vorschlags wurde möglich dank der Finanzierung von Arcus SpA, Fondazione Cassa di Risparmio di Padova e Rovigo, Region Venetien, Universität Padua.

Das Logo des Projekts bezieht sich auf den “opus sectile“ Boden der römischen Villa von Via Neroniana

Eine besondere Aufmerksamkeit wurde den Aspekten der Kommunikation geschenkt, mit der Realisierung von Rundgängen und der Erstellung einer Webseite, in der alle Informationen und die entsprechende Dokumentation des ganzen Gebietes zu finden sind, in einer Diachronie von der Steinzeit bis zu den heutigen Tagen.
Das Projekt sieht auch die Errichtung des Museums des Thermalismus.

Das wissenschaftliche Projekt

Die ersten Phasen der Erforschung wurden mit der direkten Feldarbeit der Soprintendenza per i Beni Archeologi del Veneto unter dem jetzigen Hotel Terme Neroniane und in Ortschaft Turri durchgeführt und von der Universität Padua, der das weite Gelände von Via Neroniana anvertraut wurde, schon in den 80ger Jahren Studienobjekt. Die aufgefundenen Reste haben die archäologischen Möglichkeiten von Montegrotto hervorgehoben: die Stadt konnte sich schon des wichtigen Komplexes von Via degli Scavi rühmen, das um die 60ger Jahre ausgegraben und teilweise valorisiert wurde.

Man dachte daher an die Errichtung eines archäologischen Parks in „Netzform“. Dieser Park sollte Teil der Stadtplanung sein mit seinen monumentalen Komplexen, die einen selbstständigen Wert besitzen, auch weil sie auch für sich allein sichtbar und besichtigbar sind. Mit logischen Rundgängen verbunden und von einem kulturellen Projekt unterstützt, kann er unerwartete Möglichkeiten erreichen, was Qualifizierung oder Wiederqualifizierung der Stadt und des ganzen Gebietes betrifft, auch mit nicht unbeträchtlichen Auswirkungen auf den Tourismus.

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In dieser Perspektive wurde eine weite Studie über ein größeres Areal durchgeführt, das Montegrotto Terme, Abano Terme, Battaglia Terme, Galzignano Terme, Torreglia, Arquà Petrarca erfasst, mit der Anwendung aller verfügbaren Instrumente (historische, epigraphische und Archivquellen; bibliographische Sammlungen; historische Kartographiesammlungen; Lesung und Interpretation der Luftaufnahmen und Satellitenbilder; Li.D.A.R.-Messungen.; Bodenerkundung, usw.). Die Analyse wurde mit einem multidisziplinären Ansatz durchgeführt und zu einer besseren Valorisierung der bemerkenswerten Aspekte wurden die verschiedenen wissenschaftlichen Teilbereiche zusammengeführt: Darunter kommt immer die Verwertung des Thermalschatzes hervor, auch heute noch Mittelpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes.

Die Ergebnisse dieser Forschungsphase haben ermöglicht, nicht nur die Dynamik der Ansiedlung dieses Gebietes in der Zeitspanne zwischen dem 3. Jahrtausend und heute kennen zu lernen, sondern auch seine naturalistischen Reichtümer. Diese Ergebnisse haben zu thematischen Karten geführt, wo nicht nur die noch zu valorisierenden archäologischen Notfälle angezeigt sind, sondern auch alle Angaben, die sich auf Ansiedlungen beziehen, die sich auf bedeutsame gelegentliche Funde berufen. Gleichzeitig wurde die ganze alte und neue Bibliographie gesammelt, für eine Rekonstruktion der verfügbaren Kenntnisse, mit besonderer Aufmerksamkeit auf die Dokumentation, die den Jahren der großen archäologischen Entdeckungen (link Basso) entspricht.

Archäologie und Landschaft

Was den historischen archäologischen Bereich betrifft, der die Grundlage des Systems bildet, wurden die wichtigsten Punkte auf georeferenzierte Karten neu positioniert und alle bibliographischen, graphischen, photographischen und textlichen Dokumente jedes archäologischen Umfeldes gesammelt. Außerdem wurde eine synchronische Studie des Thermalismus durchgeführt, mit dem Vergleich der Eigenschaften des Euganeischen Gebietes mit den anderen römischen Thermalbädern, sowie auch eine diachronische Studie mit der Beschreibung der zeitlichen Phasen ihrer Ausnützung von der Antike bis zu den heutigen Tagen. Dank dieser Arbeitsmethodologie ist es möglich gewesen, die valorisierungswürdigen Projekte auszuwählen.

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Die archäologische Dokumentation wurde von geologischen, geomorphologischen, hydrologischen Studien ergänzt, die zum Verständnis der Natur der Böden, der Eigenschaften des Wassers und dessen mit der Zeit veränderten Auffindens dienten.

Auch die Besonderheiten der Landschaft wurden untersucht und beachtet: Da sich die archäologischen Gebiete teils innerhalb des Regionalparks der Euganeischen Hügel, teils an dessen Rande befinden, hat diese Forschung nicht nur zu einer besseren Kenntnis der Gegend gebracht, sondern hat auch die Perspektiven einer Verbindung der archäologischen Rundgänge mit denen des Regionalparks geöffnet. In dieser Hinsicht sind die Analysen der Tier- und Pflanzenreste , die während der Ausgrabungen gefunden wurden, sehr wichtig gewesen. Sie haben nämlich – obwohl nur in beschränkten Gebieten – zu einer partiellen Rekonstruktion der Pflanzen- und Tierwelt in vor und frühgeschichtlicher Zeit beigetragen

Bei der Ausarbeitung des Valorisierungsprojekts wurde auch das Verbindungssystem analysiert: Die äußeren Verbindungen des Parks (Straßen- und Bahnverbindungen; die verschiedenen Eintritte, Parkplätze) und die inneren (Wege, Haltestellen, usw.), in einer Perspektive die verschiedenen Areale miteinander zu verbinden. Da sich die archäologischen Gebiete in dicht bewohnten Zonen (Montegrotto Terme und Abano Terme) befinden, ist eine städtebauliche Analyse notwendig gewesen, um die Belastung der vielen Besichtigungswege (Zugänge zu den Zonen, Beobachtungspunkte, Standort der Tafeln an den wichtigsten Stellen, usw.) auf Verkehr und Lebensqualität der Einwohner schätzen zu können.
Aus dieser Studie wurden Anweisungen gewonnen, betreffs Lage, Zutritte (Eingänge), Lokalisierung eventueller Aussichtspunkte, Form und Typologie der Abdeckungen der archäologischen Reste (unentbehrlich bei der Kälte im Norden und nicht nur für den Schutz der Befunde, sondern auch für deren Nutzung während der verschiedenen Jahreszeiten), Positionierung der Tafeln in den besten Punkten, damit der Besucher auch Auskünfte über bekannte, vergrabene oder verloren gegangene archäologische Zonen bekommen kann.

Das Projekt sieht auch die Errichtung des Museums des Thermalismus.

Die Kommunikation

Die vorgesehenen Besichtigungswege beginnen heute am Bahnhof Terme Euganee/Abano/Montegrotto bei der Infopoint „Aquae Patavinae“, mit einer zusammenfassenden, synthetischen Erläuterung der besichtigbaren Wege und Denkmäler. Während des Rundgangs wird der Besucher dreisprachige Infotafeln finden, die an jeder archäologisch wichtigen Stelle durch Planimetrien, Rekonstruktionen und Abbildungen die Geschichte der antiken monumentalen Überreste beschreiben.

Die Ergebnisse der Studien und der Forschungen finden sich in den Akten der Konferenzen, die in den Jahren 2010 und 2011 von der Universität Padua organisiert wurden; die wissenschaftliche Ausgabe der verschiedenen Komplexe ist zur Zeit in Vorbereitung.

Die Verwaltung

Nach dem Festsetzen der Eigenschaften des Parks, der Schutz- und Valorisierungsziele, der notwendigen Eingriffen, um eine weite und bewusste Nutznießung zu sichern, wird der archäologische Park einen Verwaltungsplan erhalten, der unter den verschiedenen von dem Gesetz (D.L. 42/2004, § 115) vorgesehenen Formen, sich als der geeigneteste beweisen wird.

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Der Plan wird nicht nur den normalen Verwaltungsablauf (Wartung, Restaurierungen, Schutz der archäologischen Gelände, Neubearbeitung der Webseite, usw.) enthalten, sondern auch die Planung der Entwicklung des Parks (Organisation von Veranstaltungen, die im Einklang mit den Besonderheiten des Parks sind, wie Sonderausstellungen, Vortragsreihen, Schauspiele, usw.) um die Einwohner wie auch die zahlreichen Besucher der Thermalbäder anziehen zu können.

Im Verwaltungsplan müssen auch die Interventionsprioritäten, die Möglichkeiten ihrer Ausführung, das Organigramm, in dem eine Leitfigur mit bewiesener archäologischer Kompetenz vorgesehen wird. Außerdem müssen Ein- und Ausgaben genau dokumentiert werden, mit einer Finanzplanung von mindestens drei/fünf Jahren. Die Erstellung eines wirkvollen Managementplans ist die Voraussetzung für die Aufnahme dieses archäologischen Parks in die vom Ministerium genehmigte Liste.

Das Management der drei archäologischen Zonen wird an den Associazione Lapis Archeologia-Storia-Arte-Ricerca (+39 3890235910, lapisarcheologia@gmail.com) betraut.

Förderer

Das Projekt wird von Arcus SpA (Gesellschaft für die Förderung der Künste, Kultur und Schauspiele), Fondazione Cassa di Risparmio di Padova e Rovigo, Region Venetien, Universität Padua, Ministerium der Universität und der wissenschaftlichen Forschung (PRIN – Projekt „Der Thermalismus in der Antike“ von hohem nationalem Interesse) finanziert und unterstützt.