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Entdecke den Ursprung der „aquae patavinae“ und die Geschichte der Landschaft des euganeischen Thermalgebietes...

 

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Archäologische Zone, Nähe des Colle Bortolone
Montegrotto Terme, 1. Jh. v. Chr. – 2. Jh. n. Chr.

Im Areal auf dem das Hotel Augustus heute steht, wurde Ende des 18. Jh. ein großes und imposantes Gebäude aus der Römerzeit entdeckt (1. Jh. v. Chr. – 2. Jh. n. Chr.), dessen Bestimmung sehr debattiert und im wesentlich unsicher ist. Aus diesem Gebiet stammen auch einige Gegenstände der vor- und frühgeschichtlichen Zeit (6. – 1. Jahrtausend v. Chr.).


Forschungsgeschichte

Alles was man von diesem römischen Gebäude kennt, beruht sich auf einer anonymen Abbildung von 1780 anlässlich der von Graf Giovanni Antonio Dondi dell’Orologio gewollten Ausgrabungen und auf den Kenntnissen, die man in den Abhandlungen der venezianischen Gelehrten Jacopo Filiasi (1796), Salvatore Mandruzzato (1804) und Girolamo Polcastro (1811) lesen kann.
Außerdem gibt es Angaben zu einem Fund in den Jahren um 1930 von vor- und frühgeschichtlichen Gegenständen (6. – 1. Jahrtausend v. Chr.) in der vom Colle Bortolone abgetragenen und nahe des alten Bahnhofs angehäuften Erde.


Beschreibung

Vor- und frühgeschichtliche Zeit

Vom Colle Bortolone stammen eine Axt aus hartem schwarzen Stein, eine Axt aus Kupfer oder Bronze und zwei Schwungringe, die die Besiedelungen dieser Zone in vor- und frühgeschichtlichen Zeit (6. – 1. Jahrtausend v. Chr.) bezeugen.

Römerzeit

Das Gebäude auf dem Colle Bortolone ist nicht mehr sichtbar. Wie man aus der Abbildung von 1780 und aus den antiken Überlieferungen erfahren kann, war es ein großartiges Gebäude mit einem wesentlich rechteckigen Grundriss und bestand aus Gängen, Räumen, Wannen und Nischen, die um einen unbedeckten Raum abwechslungsreich geordnet waren und von freien Gängen – wahrscheinlich ursprüngliche von einem Laubengang – umgeben. Der gesamte Bau erstreckte sich über eine Fläche von mehr als 2.700 qm.
Die Nordseite (unten in der Abbildung) hatte in der Mitte eine weite rechteckige Nische und war auf der einen Seite in einen Korridor, wahrscheinlich einen Laubengang, mit Reinigungswanne* (L) aufgeteilt und auf der anderen Seite in eine Reihe von Räumen, unter ihnen eine Apsis (K), gegen Raum D gerichtet, und mit einem Sockel in der Mitte.
Die ganze gegenüberliegende Seite hatte einen Korridor mit Mosaikfußboden (auch dieser ein Laubengang?), und eine weite Exedra, die symmetrisch zur rechteckigen Nische der Nordseite war. Das Innere der Exedra war in mehreren kleineren symmetrische Räumen aufgeteilt: In jedem der zwei zentralen Räumen wurde ein quadratischer Sockel gefunden, der wahrscheinlich ursprünglich als Stütze von Statuen diente.
Auf der westlichen Seite befand sich eine weitere, komplexe, nicht besser definierbare Reihe von Räumen, von denen mindestens einer einen Mosaikfußboden hatte, während die gegenüber liegende Seite nur teilweise durch einen Korridor gekennzeichnet war. In der Mitte befanden sich ein Raum mit einer Nische im Hintergrund, und ein weiterer nur mit einer Treppe erreichbarer Raum (C), der außerhalb des Umfangs war.
Die Mauern bestanden aus Ziegeln auf Grundmauern aus Trachytblöcken. Außerdem wird das Vorhandensein von Wasser im Gebäude durch die Auffindung der Leitungen (G, H) bestätigt.
Die Abbildung des 18. Jh. lässt vermuten, dass sich das Gebäude auch weiter ausdehnte als dargestellt, wie es die Strukturen vermuten lassen, die gegen Westen und Osten fortzuführen scheinen: Wie auch Polcastro (1811) bezeugt, als er von „Grundmauern auf Grundmauern“ spricht und uns indirekt sagt, dass es mehrere Bauabschnitte gab, obwohl wenn sie heute nicht mehr zu rekonstruieren sind.
Festgelegt, dass wir mit einer eindrucksvollen Architektur von sehr großem Ausmaß und sorgfältiger Dekoration (mit mindestens Mosaiken und Statuen) zu tun haben, ist die Bestimmung des Gebäudes unsicher und seine Deutung ist unvermeidlich durch die nicht immer sicheren Auslegungen der Gelehrten beeinflusst, die sich damit befasst hatten. Filiasi (1796) sah es als Kaiserpalast „Palagio“ (die aedes publica des Cassiodorus – link alle fonti); Polcastro sah darin einen Äskulap, dem Gott der Medizin (link Bassani), und Isis, einer ägyptischen Gottheit, gewidmeten Tempel, da er (aber nie gefundene!) Statuen auf den Sockeln der Exedra vermutete (link a scheda Arpocrate). Luciano Lazzaro (1981) sprach von einem im Grünen versunkenen Nymphäum*, das mit den sich darunter befundenen Thermen verbunden war. Giovanni Tosi (1987) dachte es als Teil einer Residenz- oder Thermalstruktur. Wie man bemerken kann, außer Polcastro, sahen alle in diesem Gebäude des Colle Bortolone im weiten Sinne einen Wohnkomplex, der durch die Anwesenheit des wahrscheinlichen Thermalwassers gekennzeichnet war und das von Leuten von hohem Rang besucht war. Die Typologie der Räume, die Großzügigkeit der Architektur – mit der üblichen Bauweise der öffentlichen Gebäude der Römerzeit nicht vereinbar – und sein außerordentliches Ausmaß lassen es erkennen.

 

Chronologie

Funde: 6. – 1. Jahrtausend v. Chr.
Gebäude: 1. Jh. v. Chr. – 2. Jh. n. Chr.?

 

Geographischer Kontext

Dieses Gebäude aus der Römerzeit befand sich auf dem niedrigen Hügel (35 m ü.d.M.), als Colle Bortolone oder Montegrotto historisch bekannt.

 

Bibliographie

Carta Archeologica del Veneto, Vol. III , a cura di L. Capuis, G. Leonardi, S. Pesavento Mattioli, G. Rosada, Modena 1992, pp. 125 (F.64, 204.12.1).
Delle antiche terme di Montegrotto. Sintesi archeologica di un territorio , a cura di S. Bonomi, Montegrotto Terme (PD) 1997, pp. 26 e 39-40.
Montegrotto Terme – via Neroniana. Gli scavi 1989-1992 , in Antenor, Scavi 1, a cura di P. Zanovello, P. Basso, Padova 2004, pp. 21.
Basso P. , Esercizi di rilettura. La documentazione archeologica sette e ottocentesca su Montegrotto Terme (con appendice di Federica Rinaldi), in Aquae patavinae. Montegrotto Terme e il termalismo in Italia. Aggiornamenti e nuove prospettive di valorizzazione, Atti del II Convegno nazionale, a cura di M. Bassani, M. Bressan, F. Ghedini, Padova 2012, pp. 138-142,150.
Filiasi G., Memorie storiche de’ Veneti primi e secondi, Venezia 1796, pp. 75-77.
Lazzaro L., Fons Aponi. Abano e Montegrotto nell’antichità, Abano (PD) 1981, pp. 135-137.
Mandruzzato S., De’ bagni di Abano, in III, Padova 1804, pp. 21.
Polcastro G., Dell’antico Statuto e Condizione di Padova, Milano 1811, pp. 94-108.
Tosi G., Patavium e la zona termale euganea, in Il Veneto nell’età romana, II, a cura di G. Cavalieri Manasse, Verona 1987, pp. 188-189.
Zanetti G., Di una statua dissotterrata appresso gli antichissimi bagni di Abano e d’altre antichità ivi scoperte nel presente anno, Venezia 1766.
Zerbinati E., Edizione archeologica della Carta d’Italia al 100.000. Foglio 64. Rovigo, Firenze 1982, pp. 87, n.21a.

 
 

Zugang
Nicht mehr vorhanden.