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Entdecke die Geschichte

Entdecke den Ursprung der „aquae patavinae“ und die Geschichte der Landschaft des euganeischen Thermalgebietes...

 

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Archäologische Zone des Colle di San Pietro Montagnon
Montegrotto Terme, 1. Jh. v. Chr. – 2. Jh. n. Chr.; vom 13. Jh. bis heute

Im Areal des Hügels von San Pietro Montagnon kamen mit der Zeit drei Gebäude zum Vorschein, die wahrscheinlich zwischen dem 1. Jh. v. Chr. und dem 2. Jh. n. Chr. erbaut wurden: Das größte wurde unter dem jetzigen Dom St. Pietro e Paolo entdeckt, das zweite unter dem Oratorium der Madonna Nera und zwischen den beiden wurde das sogenannte „Bagno di Montagnone“ (Bad der Montagnone), eine große runde Thermalwanne, im 19. Jh. ausgegraben. All diese Gebäude waren mit der Ausnutzung der Thermalgewässer verbunden, wie Auffindungen in verschiedenen Zeiten von Teilen römischer Wasserleitungen rings um den Hügel bestätigen.
Das Oratorium der Madonna Nera wurde 1724 erbaut und war die St. Petrus Pfarrkirche bis zur Errichtung des neuen Doms Mitte des 20. Jahrhunderts. Zu dem Oratorium gehört ein Turm aus dem 13. Jahrhundert.


Forschungsgeschichte

Nachrichten über Gebäude, Wasserleitungen und Gegenstände, die auf dem Colle di San Pietro entdeckt wurden, sind nur Frucht von zufälligen Funden, die in den vergangenen Jahrhunderten mehrmals geschahen. Leider ist keines der Gebäude jetzt noch sichtbar: Insbesondere das „kammförmige“ Gebäude, das in den siebziger Jahren zum Vorschein kam. Leider sind auch das sogenannte „Bagno di Montagnone“ und das andere Thermalgebäude, die Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckt wurden, zusammen mit Mosaiken und mit weiteren Bauten der Zone des heutigen Oratoriums der Madonna Nera nicht mehr vorhanden.


Beschreibung

Römerzeit

All das, was wir von den imposanten Bauten der Römerzeit kennen, die in den letzten drei Jahrhunderten im Gebiet des Colle di San Pietro Montagnon lokalisiert wurden, kommt von alten Nachrichten und – in den glücklichsten Fällen – von Skizzen her, die zur Zeit der Entdeckung gemacht wurden.
Unter dem rechten Kirchenschiff des neuen Domes befinden sich die Grundmauern eines mehr als 40 m langen Gebäudes (Tav. IV, 30), das aus einer Reihe von „kammförmig“ angeordneten Räumen bestand, d.h. nebeneinander aber nicht miteinander an der langen Seite verbunden und alle von der gleichen kurzen Seite erreichbar. In Anbetracht der Größe der Strukturen dachte man zur Zeit der Entedeckung, dass es sich um dem von Cassiodorus erwähnten „Kaiserpalast“ handeln könnte, aber diese Auslegung ist nicht beweisbar. Zu diesem Bau gehört wahrscheinlich der Raum mit Brunnen in der Mitte und mit opus vittatum errichteten Mauern, der 1948 ein wenig mehr westlich, immer unter der Kirche, entdeckt wurde und der als Wanne für das warme Wasser (calidarium) dienen konnte.
Auf dem gleichen Platz des Oratoriums der Madonna Nera und des Domes befand sich auch das sogenannte „Bagno di Montagnone“, eine große runde Wanne, die wahrscheinlich ursprünglich mit einem größeren architektonischen Bau verbunden war. Das hohe Niveau des Gebäudes wird von der großen Anzahl der dazugehörenden Fragmente aus feinem Marmor bestätigt, die in der Nähe gefunden wurden. Zu dem gleichen Kontext könnten auch die vielen architektonischen Marmordekorationen, die gläsernen Mosaiksteine, die kannelierten Säulenschäfte aus Trachyt und die verzierten Friese, die in der Nähe, neben dem Hotel Antiche Terme Tiberio aufgefunden wurden.
Neben der Schwierigkeit, die genaue Funktion dieser Gebäude zu erkennen, kommt es aber deutlich hervor, wie alle in Verbindung mit dem Thermalwasser waren. Zur Bestätigung dieser Ansicht steht die Tatsache, dass das ganze Gebiet um den Colle di San Pietro Montagnon von Leitungen umgeben war, die zur Kaptation und Versorgung des Thermalwassers dienten.

Mittelalter und moderne Zeit

Von der alten Kirche von San Pietro, die in einer perspektivischen Zeichnung des 18. Jh. dokumentiert wird, besteht als erhöhter Teil nur der Glockenturm, der mit grob bearbeiteten und gleichmäßig angeordneten Steinen errichtet wurde. Schriftliche Nachweise bezeugen seine Existenz schon im Jahre 1158.
1724 wurde der Turm Teil des Oratoriums der Madonna Nera, Pfarrkirche bis zum Erbau und Widmung Mitte des 20. Jahrhunderts des St. Petrus und Paulus Domes auf dem Gipfel des Hügels.

 

Chronologie

Römische Gebäude: 1. Jh v. Chr. – 2. Jh. n. Chr.
Kirche von San Pietro: vor 1158; ab 1724 Oratorium der Madonna Nera.
Dom St. Peter und Paul: Mitte 20. Jh.

 

Geographischer Kontext

Die Gebäude der Römerzeit und die mittelalterliche Kirche von San Pietro (zum ersten Mal 1156 dokumentiert) befanden sich auf dem Gipfel und am nordöstlichen Abhang des niedrigen Hügels (26 m ü.d.M.), historisch als Colle Bortolone oder Montegrotto bekannt, der nur wenig mehr östlich des Monte Castello ist.
Seit den fünfziger Jahren befinden sich auf dem Gipfel des Hügels der neue Dom, der den Heiligen Petrus und Paulus gewidmet ist, und längs des nordöstlichen Abhangs das Oratorium der Madonna Nera, an der Stätte, wo die alte Petruskirche stand.

 

Bibliographie

Bortolami S., Il Castello di Montagnon e i suoi signori nel Medioevo, in Dal castello di Montagnon alla Torre di Berta, a cura di A. Pallaro, Padova 1999, pp. 21-39.
Bortolami S., Le terme euganee nel Medioevo. Dettagli di un paesaggio fisico e sociale, in Bains curatifs et bains hygiéniques en Italie de l’Antiquité au Moyen Âge (Collection de l’École française de Rome 383), a cura di M. Guérin-Beauvois, J.-M. Martin, Roma 2007, pp. 153-175.
Codice Diplomatico Padovano I, n. 238, 265, 266, 281, 282, 337 , .
Codice Diplomatico Padovano II, n. 74, 127, 885 , .
Settia A. , Castelli euganei, in I Colli Euganei, a cura di F. Selmin, Padova 2005, pp. 117-139.

 
 

Zugang
Freier Zugang. Die Reste der Römerzeit sind nicht besuchbar.